Montag, 29. April 2013

Spoleto und die Rolltreppe



In Terni wurden wir am Sonntagmorgen von einer Straßensperrung überrascht:
es fand ein Stadtlauf statt.


So sind wir einfach erst mal statt zum Bäcker weiter auf der Landstraße Richtung Osten gefahren. 
In Spoleto wollten wir dann eigentlich nur für ein spätes Frühstück Halt machen und entdeckten durch Zufall, dass die Leute alle zu einer sonderbaren Rolltreppen-Anlage in Richtung Burg strömten.





aufwärts bitte


 


Man kann tatsächlich über mehrere sehr steile Rolltreppen bis ganz hoch zur Burg fahren.








Die päpstliche Burganlage stammt aus dem 14. Jahrhundert.
Ponte delle torri
Unterhalb der Anlage ist die beeindruckende „Ponte delle torri“, ein Aquädukt (230 m lang und 76 m hoch), das allerdings nicht aus der Römerzeit stammt, sondern auch erst im Mittelalter gebaut wurde.



In der Burg ist ein Museum, die noch erhaltenen Fresken wurden renoviert und man kann Grabfunde der Langobarden (z.B. tollen Modeschmuck) aus dem 8. Jahrhundert sehen. Der Eintritt für das Museum kostet allerdings stolze 7,50 Euro! (Unserer Meinung nach etwas überteuert.)
Die Rolltreppennutzung ist kostenlos und man hat oben von der Burg wirklich einen tollen Fernblick.

Wir sind zu Fuß durch das kleine Dorf wieder runter zum Parkplatz
gelaufen und haben uns noch den sehr schön renovierten Dom aus dem 12. Jahrhundert angeschaut. Leider nur von außen, da die Tür verschlossen war.


Samstag, 27. April 2013

Cascate della Marmore - der große Wasserfall bei Terni



Nach dem Frühstück in Tarquinia  machten wir uns wieder auf die Reise:  unser nächstes Ziel war Terrni, eine größere Stadt und mit Hallenbad! Denn Duschen mit Haare waschen war wieder fällig.

Leider war das Sport-Hallenbad am Samstag nachmittags nur für die Vereine geöffnet und sonntags geschlossen. Wir haben die beiden jungen Frauen, die am Empfang saßen, dann einfach gefragt, ob es denn auch möglich wäre, nur zu duschen, ohne Schwimmen, da wir Camper auf der Durchreise seien. Sie haben es uns erlaubt und wir haben uns mit einem Beitrag für die Kaffeekasse dafür bedankt J ..



In der Stadt sahen wir mehrere braune Hinweisschilder (= Sehenswürdigkeit) mit der Aufschrift: „Cascate della Marmore“ und wir  erinnerten uns, dass wir von diesem Wasserfall schon mal in einem Reisebericht etwas gelesen hatten.

Da unsere ursprüngliche Reiseroute aber nicht vorsah, hier quer durch Italien an die Adria zu fahren, hatten wir daran gar nicht mehr gedacht. 
oben sieht es noh ganz harmlos aus

hier sieht man schon die Gischt


der größte Fall
Der gigantische Wasserfall (165 m hoch) ist wirklich sehenswert! Er wurde inder Römerzeit vor mehr als 2000 Jahren künstlich angelegt, um das sumpfige Land zu entwässern.



hier erahnt man die Dimensionen

Das herabstürzende Wasser wird mittels Schleusen reguliert (und dadurch Generatoren zur Stromerzeugung angetrieben) und daher sollte man sich unbedingt vorher informieren, wann die Schleusen geöffnet sind, da sonst nur ein Rinnsal fließt. Am Wochenende ist bis 22 Uhr geöffnet (Eintritt 8 Euro) und ab 20 Uhr wird der Wasserfall angestrahlt. 
 

Es gibt mehrere beschilderte Wanderwege durch den Wald entlang des Wasserfalls. Wir sind untrainierte Wanderer und haben ohne große Pausen rund 2 ½ Stunden für den Abstieg und nachts den Aufstieg zurück zum Auto gebraucht.
Es sind  ja 165 Höhenmeter und sehr viele Treppenstufen :-) .

Empfehlenswert ist es, einen Regenumhang mitzunehmen, den man aber auch an der Kasse kaufen kann.

Zwischendurch kommt man durch einen Tunnel im Felsen an einen Felsen-Balkon. Hier wird man sonst wirklich komplett nass.


Auch gutes Schuhwerk ist erforderlich. Also die High-Heels zuhause oder im Auto lassen.



hier sieht man fast den ganzen Fall


Unser Tipp, wenn man abends die Beleuchtung sehen möchte:
am Wochendende abends beleuchtet

Unbedingt unten am Wasserfall das Auto parken und tagsüber zuerst hoch wandern soweit man möchte (oder kann) und schauen, dass man um 20 Uhr wieder unten ist und dann die Beleuchtung genießen kann.

Das hatte uns leider niemand gesagt und die Wegweiser zeigen zum oberen Parkplatz, da unten nicht so viele Parkplätze sind.

Freitag, 26. April 2013

Noch mal am Thyrenischen Meer.



 
Etwas nördlich von Civitavecchia liegen schöne Badestrände, und in Tarquina (Lido de Tarquina) gefällt es uns am Meer so gut, dass wir gleich 2 Tage bleiben und den Sonnenschein genießen. 

Sonne und Meer genießen Mensch (Frau)) ....

...und Tier

Mauereidechse


Einen Stadtbummel machen wir da natürlich auch.
Tarquina





Und die Zeit verfliegt einfach: schon ist es fast Ende April. Wir beschließen, Ischia, Capri und Pompei erst im nächsten oder übernächsten Jahr zu besuchen. 
Rast in den Bergen
Ab jetzt geht es wieder in nördliche Richtung. Aber erst einmal über die Berge Richtung Adria, Richtung Marken und Ancona….

Mehr als 2000 Jahre Wellness und heiße Bäder …



Weiter geht es auf den Spuren der Etrusker und der Römer.


 

In Viterbo verabschieden wir uns von den internationalen Camper-Nachbarn aus Italien, der Schweiz, Österreich, Südafrika und Deutschland. 


Und vor allem natürlich von Cico, einem alten Hund, der auf dem Gelände lebt, und dem Camper eine kleine eigene Hütte gebaut haben. Er ist lammfromm und genießt hier den Herbst seines Lebens. 
Nachts kommen ihn ab und zu ein paar wilde Hunde aus der Umgebung zum spielen besuchen.



Es gab aber auch noch andere Schlaf-Nachbarn: niedliche kleine Schildkröten. Wenn ich es richtig „gegoogelt“ habe, handelt es sich um Nachwuchs der europäischen Landschildkröte.





Unser nächstes Ziel ist wieder eine Therme, diesmal direkt am Meer oberhalb von Civitavecchia. 
Blick von der Wiese bei der Therme: Kreuzfahrtschiffe im Hafen
Hier werden die Anlagen permanent gepflegt, und kosten ein geringes Entgelt: 1,50 EUR für 2 Stunden. 
leider sehr voll und für uns eigentlich zu heiß (ca. 41 Grad!)
Hier kann man inhalieren

Es gibt WC und Dusche und einen Kiosk. Allerdings ist es auch an den Werktagen sehr voll. Uns ist auch das Wasser dort einfach zu heiß.
 So sind wir nach einer Nacht auf der Parkplatzwiese wieder weg.