Sonntag, 27. Januar 2013

Erster Bericht aus Lanzarote




Januar 2013

Nach Weihnachten ging’s dann wieder nach Süddeutschland und nach Neujahr dann  endgültig los.

"Melden uns ab in die Sonne!"!

Italien darf aber noch etwas warten. Sorry, einfach zu kalt! Unterwegs lockte das Schaufenster vom Reisebüro und die Urlaubsprospekte. Uns treibt doch nichts!  Also, den Bus sicher verstauen ( unser größtes Problem dabei)  und ab in den Flieger: 2 Monate nach Lanzarote und Fuerteventura.  Anfang März geht’s dann wieder mit unserem Bulli weiter durch die Schweiz und die Alpen. Dann können wir auch schon den Frühling in der Toskana genießen. Fahren wir eben 2 Touren nach Italien. J .


Nach rund 4 Std.  Flug setzt der Flieger in Arrecife auf. Uns erwarten Sonne satt und 21 Grad! Über Puerto del Carmen und Yaiza geht’s mit dem Flughafenbus zu unserem Apartment nach Playa Blanca. Auf der Fahrt bekommen wir die ersten Eindrücke von der Vulkaninsel. Manches  ganz unwirklich, wie auf den Fotos vom Mond. Anderes sehr bekannt: das gleiche Baumaterial wie in
Kruft und Andernach-Eich.  Und Vulkane hatten wir in der Andernacher Region, in der wir in meiner Bundeswehrzeit wohnten, auch. Allerdings war da der letzte Ausbruch nicht nur 200 Jahre sondern schon 8000 Jahre her. 


 Gleiche Bauweise: unser altes Haus in Andernach-Eich und eine Mauer in Tequise




Abends laufen wir zum Strand (10 min. Fußweg) und in den Flecken. Dort treffen wir die Heiligen Drei Könige – auf Kamelen!  Es sind erwachsene Leute und nicht die Sternsinger-Kinder, die die Besucher im Stall von Bethlehem darstellen.  Leider habe ich keinen Fotoapparat  mit, so gibt’s halt keine Bilder. Nach dem abendlichen Umzug durch die Straßen gibt es hier am 5. Januar (Vorabend) dann zu Hause noch einmal eine kleine Bescherung für die Kinder, so wie bei uns am 5. Dezember, dem „Nikolausabend“ (ja, ich weiß:  in manchen Regionen in Deutschland kommt der Nikolaus erst am 6.12, dem eigentlichen Nikolaustag).

Vom Apartment sind wir begeistert:  2 Balkone, Schlafzimmer, Wohnzimmer mit Couch- und Essecke und Pantry-Küche, Bad. Die Anlage bietet 2 Pools im Freien, zusätzlich 2 Kinderbecken mit Piratenschiff und Rutschbahn.  Und für den Sport: Tennisplatz, Beach-Volleyball-Anlage, Fitness-Raum mit Geräten, ein Hallenbad (16 x 8 m, ca. 21 Grad ) und einen Whirlpool. 



In der ersten Woche haben wir uns dann gleich für 3 Tage ein Auto gemietet und sind erst mal auf Erkundung. Viele Tipps haben  wir von eine früheren Kollegin von Colette beim DRK Blutspendedienst, die schon 7 mal mit ihrem Mann auf Lanzarote war. 

Rund 600 km sind wir in den 3 Tagen gefahren. Zunächst von der Südspitze über Teguise nach Santa Barbara, einer alten Festung der Habsburger. Der Berg bietet eine schöne Sicht bis runter nach Playa de Famara, dem Surferparadies. 


Aussicht von St. Barbara

surfing, surfing ....

Surfer's Paradise
Am Nachmittag haben wir uns dann die beiden  Vulkanhöhlen angesehen:
Jameos del Agua mit den berühmten kleinen weißen Krebsen(sind sonst nur in 2000 m Meerestiefe zu finden)  und danach haben wir dann das Geheimnis der Cueva Los Verdes für uns gelüftet.  Es ist wirklich schön, dass man uns vorher nichts verraten hatte.
Und wir werden es auch nicht tun. Es wäre nämlich schade für jeden Besucher, wenn die Überraschung weg wäre, das stimmt wirklich.


Die Höhle mit den kleinen Krebsen (weiße Punkte im Wasser)

bizzare Landschaft (die Löcher sind Lavablasen)




Am 2. Tourentag sind wir dann wieder gleich in den Norden: Haria mit dem Tal der 1000 Palmen, Orzola und der Aussichtspunkt Mirador de Rio warten auf uns. 
Ausblick auf die Insel "La Graciosa"

Tal der 1000 Palmen
Von diesem Aussichtspunkt hat man einen Wahnsinns-Blick auf die Insel La Graciosa. Da bleibt einem regelrecht die Spucke weg!
Zum Abschluss der Tagestour schauen wir uns noch den Jardin de Cactus an. Wie Jameos del Aqua gestaltet von dem berühmten Künstler und Sohn der Insel César Manrique. 

Jardin de Cactus


Abends geht’s dann über einen Einkaufsbummel im Shopping-Center von Playa Honda zurück.

Am nächsten Tag fahren wir zunächst zum Nationalpark Timanfaya. 

Der Boden auf dem Vulkan ist handwarm und in ein paar Metern Tiefe sind es bereits 250 Grad.  Die Parkrancher zeigen das eindrucksvoll: Wasser wird aufgeschüttet und schießt siedend als Geysir aus dem Boden,dürres Gras fängt in einem Loch sofort an zu brennen. 


Und an einer anderen Stelle kann man Fleisch und Würstchen ohne Feuer nur mit der Vulkanwärme grillen.

Die anschl. Rundfahrt durch den Park (nur mit dem Bus erlaubt!) ist beklemmend. Mondlandschaft pur, nichts als graue Felsbrocken, Lavasand und Vulkane, und trotzdem in dieser unwirtlichen Landschaft ab und zu ein Vogel und kleines grünes Pflänzchen. 




Der Ausbruch der 30 Vulkane ist ja erst rund 200 Jahre her, da hatte die Fauna noch nicht viel Zeit, sich diese Gebiet zurück zu erobern.
Fehlen darf bei dieser Feuerbergtour natürlich auch nicht der Ritt auf den Kamelen. Das war vielleicht ein Geschaukel J .


Am Nachmittag schauen wir uns dann das Küstendörfchen El Golfo und den grünen See (in einem vom Meer aufgerissenen Vulkankrater) an. Den Sonnenuntergang genießen wir bei den Salinen von Janubio.




In der zweiten Woche erkunden wir die nähre Umgebung, machen Strandwanderungen, fahren mit dem Regionalbus noch einmal nach Playa Honda und besuchen den Handwerkermarkt in der Marian Rubicon.

Für den Sonntag haben wir dann einen Busausflug ( 8 EUR / Person) nach Teguise, der früheren Inselhauptstadt gebucht. 








Der Kunst- und Handwerkermarkt dort ist berühmt für seine einmalige Atmosphäre. Und wir erleben das beste Eis der Saison. Und das zum Preis von 1 Euro je Kugel.
Und was für eine Riesenportion! Üblich sind hier sonst Preise von 1,50 bis 2,50 EUR / Kugel.

Am Nachmittag geht es dann durch Nazaret und das Weinanbaugebiet von La Geria zurück.
Der Weinanbau hier auf Lanzarote ist wirklich ungewöhnlich: jeder Rebstock ist gesondert durch eine halbrunde Steinmauer vor dem Wind geschützt.

Zwischendurch wird natürlich nicht nur gefaulenzt. Obwohl wir hier das Leben und das Wetter genießen. Ab und zu wird auch ein bisschen gearbeitet. Unser Büro ist mit 2 Netbooks mitgereist und Deutschland ist nur so weit weg, wie unser mobiler WLAN-Anschluss. Arbeiten von zu Hause geht eben auch aus warmen Gefilden und Ferienhäuschen J. Genau so wie aus dem VW-Bus: es muss halt alles vorher bereits geplant sein. So haben wir die Möglichkeit uns in jedem europäischen Land eine SIM-Karte für unser mobiles WLAN zu besorgen ( hier für  3,95 EUR/Woche über den Anbieter Movistar, leider allerdings nur mit 100 MB/Woche in der Flatrate),  zusätzlich haben wir ein virtuelles Fax und 2 Festnetznummer für „Voice over IP“ mit Anrufbeantworter geschaltet. Und die Handys haben wir ja auch dabei.


 "Work from Home" auf Lanzarote

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